Urlaubsort Straznice

Willkommen in Straznice, Willkommen in Südmähren

Liebe Reisegäste !
Willkommen in der einzigartigen Landschaft des traditionellen Weinbaus, der ereignisreichen Geschichte , der prachtvollen Architektur, des lebenden Volksbrauchtums und der weitbekannten Gastfreundschaft. Willkommen in der sonnigen Gegend voll Ruhe und Traditionen, in der Gegend, die Sie bezaubern wird.

Straznice, südöstlich von Brünn unweit der tschechisch-slowakischen Grenze gelegen, gilt als historische Stadt (urkundlich bereits 1412 erwähnt) und als Zentrum der Kultur, Folklore und Gastfreundschaft. International bekannt ist die Stadt durch das alljährlich im Juni stattfindende Folklorefestival. Seit 1954 treffen sich hier Folkloregruppen und Musikkapellen aus dem In- und Ausland. Überhaupt gilt Straznice – nicht zuletzt dank seiner ausgezeichneten Musikschule – als die Musikstadt Südmährens. Aus Straznice wirken 7 Zimbalkapellen (Volksmusik) eine Blaskapelle und mehrere Tanzgruppen mit. Traditionelle Bräuche wurden von Generation zu Generation weitervererbt. Sehenswert sind auch die gut erhaltenen Kulturdenkmäler, wie das Freilchtmuseum, das Schloss mit dem englischen Schlosspark oder der Schlossweinkeller mit der größten Fässersamlung Tschechiens. Auf dem Baťa-Kanal der den Schlosspark durchkreutzt kann man ca 53 km mit den Schiffen einer mittleren Größe, von ca 45 Personen fahren. Durch Schleusen und Staustufen – immer ein Erlebnis. Der Ort selbst ist ein idealer Ausgangspunkt für die Region. Traditionaler Weinanbau umrahmt die Schlösser und Burgen von Südmähren. Das sind weitere Pluspunkte für Ihren Besuch.

Sie sind willkommen in der sonnigen Gegend mit Ruhe und Tradition im lebendigen Volksbrauchtum der freundlichen Gastfreundschaft.

1. Das Schloss von Strážnice

Über den Baťa-Kanal kommt man zum Schloss – früher stand auf diesem Platz eine Festung, die die mährisch-ungarische Grenze bewachte. Diese Funktion gab ihren Name Stadt. Die ersten Besitzer des Schlosses – ursprünglich eine aus dem 13. Jahrhundert stammende gotische Wasserburg – waren zuerst böhmische Könige, dann die Heren von Kravaře und später die Heren von Žerotín. Die Herrschaft erlebte das Schloss einen Unbau im Renaissancestil. Zuletzt verwalteten das Schloss die Heren von Magni. Im 19. Jahrhundert wurde das Schloss in die heutige Gestapy umgebaut. Nach 1945 verwaltet der Staat das Schloss. Es wurde zum Sitz des Instituts für Volkskultur. Es handelt sich um ein Fachinstitut des Kultursministeriums der Tschechischen Republik, das Vlkskulturforschung betreibt und verschiedene Volksmaterialien sammelt und verarbeitet. Dieses Institut organisiert auch verschiedene Folklore und Ausbildungsveranstaltungen (vor allem das Internationalo Folklorefestival) und zugleich verwaltet es den Schlosspark, das Schloss und das Freilichtmuseum. Bei der Schlossbesichtigung kann man nicht nur die prächtigen Räume , aber auch verschiedene Ausstellengen bewundern. Vor dem Schloss steht die Büste von Vítězslav Volavý – Gründer und zugleich erster Direktor des Institutes. Zwischen den Schlossflügeln ist ein Allianzzeichen und die Jahreszahl des Schlossumbaus ersichtlich.

2. Der Schlosspark

Den Schlosspark ließ der damalige Schlossherr František Antonín von Magni erbauen. Der Park bietet seinen Gästen eine angenehme und ruhige Umgebung – hier befinden sich eine sehenswerte Platanen-, Linden – und Eichenallee. Der mächtigste Baum im Park ist ein Akazienbaum, der mehr als 200 Jahre alt ist. Im Parkareal verlaufen in drei Stadien regelmäßige Veranstaltungen-das Internationale Folklorefestival, Kinderfolklorefestival und Festival der Folkmusic. Eine schöne Atmosphäre verstärken winzige Bauten – ein Forsthaus, eine Kapelle mit Volksmalerei, die Skulptur eines Zymbalspielers und Büsten der Volksmusikanten Samko Dudík und Jožka Kubík. Wenn man schnell mit der Stadtbesichtigung fortsetzen möchte und den Schlosspark nicht näher kennen lernen möchte, geht man nach links, bei dem Špaček Teich vorbei und kommt zu einer Schlossalee, die direkt zum Schloss führt. Am Schloss befand sich eine interessante technische Neuheit – die erste Kettenbrücke in Europa. Später war diese Brücke nicht mehr ausreichend und wurde ersetzt.

3. Das Freilichtmuseum

 Das aus dem Jahre 1612 stammende Eingangsgebäude zum Freilichtmuseum war ursprünglich eine Brauerei. Heutzutage befindet sich hier ein stillvoll eingerichtetes Restaurant und zugleich funktioniert dieses Gebäude als Eingang in das einzige südmährische Freilichtmuseum. Sein Bau hat im Jahre 1973 begonen  und seit 1981 konnten die Besucher schon die ersten Areale bewundern. Heute gibt es hier 65 Gebaude aus verschiedenen süd-ost mährischen Gebieten. Es hibt her nicht nur John, sondern auch technische Objekte und Wasserbauten und ein interessantes Wein-und Wiesenareal. Die Besucher werden über die Lebens- und Wohnweise der früheren Generationen der Mährischen Slowakei informiert. Während des ganzen Jahres finden auch hier verschiedene Folkloreveranstaltungen statt. Vor dem Eingansgebäude steht noch eine Mahntafel als Erinnerung an die Hinrichtung von 10 Männern aus Strážnice. Diese Tragödie spielte sich Ende des zwieten Weltkriegs ab als Revanche für einen Aufstand gegen die Deutschen.

 4. Der Baťa- Kanal

 Der Baťa-Kanal ist in der letzten Zeit eine immer atraktivere technische aber auch  natürliche Sehenswürdigkeit (in der Umgebung des Kanals leben mehr als 30 wertvolle und geschützte Tiere). Der Kanal führt von Otrokovice nach Rohatec und wie der Name schon vorsagt, beteiligte sich seiner Entstehung eine weltbekannte Firma. Der Baťa-Kanal entstand in den Jahren 1934-1938. Er sollte als billiger Transport von Kohle von Ratíškovice nach Otrokovice und zugleich auch als eine Bewässerung und Schutzwasserkanal dienen. Die Gesemtlänge beträgt  65 Kilometer und ist mit 14 Wasserkammern geteilt. In den 90en Jahren des 20. Jahrhunderts restaurierte man diesen technischen Denkmal für touristische Zwecke.  Zur Zeit steht für Besucher in Strážnice ein Hafen für eine Schifffahrt zur Verfügung. Den Baťa-Kanal entlang kommt man zur ersten Kreuzung, wo man eine ehemalige Mühle besichtigen kann. Innen befindet sich  ein Mühlpranger  aus dem Jahre 1601.

5. Das Denkmal des brüderlichen Schulwesens ( Das Denkmal von J. A. Komenský)

 Das nach der Rekonstruktion im Jahre 1992 neueröffnete Denkmal erinnert an die höhere brüderliche Schule. Unter ihren bekanntesten Schülern waren der Landsmann Mikuláš Drabík und vor allem Jan Amos Komenský- ein weltbekannter Philosoph Pädagoge, Schriftsteller und letzter Bischof der brüderlichen Eingeit. Komenský lebte in Strážnice bei seiner Tante in den Jagren 1604-1605 bis zum Überfall der Stadt von ungarischen Kämpfern. An dem Haus in der Skalická Strasse (die Hausnummer 160), wo Komenský damals wohnte, hängt eine Gedenktafel. In den Räumen des Denkmals kann man Grundrisse von damaligen Gebäuden, Schulmodell und Ergebnisse der archeologischen Forschung aus dem Jahre 1957 sehen. Die Büste von J. A. Komenský ist vom akademischen Bildhauer Vincenc Makovský. Die Schlüssel vom Denkmal sind am Rathaus oder Stadtmuseum auszuleihen. Nach der Denkmalbesichtigung sollte man sich die Barockkirche ansehen.

 6. Die Kirche der Mariä Himmelfahrt

Das bedeutendste Barockdenkmal in Strážnice  ist unbestritten eine der Heiligen Maria geweihte piaristische Kirche – im Jahre 1742-1747 erbaut, im Jagre 1750 feierlich eingeweiht. Die Kirche wurde von einem unbekannten Architekten im Stil der italienischen Renaissance als eine typische zweitürmige Dominante gebaut. Der Raum des Kirchenschiffs ist mit sieben Altären geschmückt. Ausser des Hauptaltars sind das auf der evangelischen Seite von der Sakristei der Altar des St. Joseph, des St. Johann von Nepomuk und des Anton von Padua, auf der linken Kirchenseite die Altäre des St.Josef  Kalasanský , des St. Wenzel und ein Altar der Vierzehn Heiligen Helfer. Es handelt sich um Werke eines brünner Malers Josef Rotte und des Bildhauers Ignác Morávek aus Uherské Hradiště. Die Kirche ist wertvoll vorallem durch die Anzahl des ursprünglichen Mobiliars. Neben den Altären sind das vor allem wertvolle Bänke, Kanzel, Statuen an der Orgel, die Glocke in die Sakristei, Reliquiar und die Eingangstür. Auch die spätgotische Madonnastatue (rechts vom St. Josephs Altar) ist von grossem Wert. Das Marienbild auf dem Hauptaltar brechte derHerrschftsbesitzer von Magni Anfang des 17. Jahrhunderts aus Italien mit.  Vor der Kirche kann man das Marienmosaik von Karel Benedík bewundern. Sehenwert ist noch die Stirnwand mit einer Sonnenuhr und ein Steinkreuz aus der Jahrhundertwende des 19.  und 20. Jahrhunderts. Die Kirche kann man während des Gottesdienstes besichtigen. Vor der Kirche erstreckt sich der grosse Piaristenplatz.

 

7. Das Piaristische Wohnheim und Gymnasium

Unser nächster Halt ist an der Statue des St. Johann aus Nepomuk. Von her aus hat man einen schönen Ausblick auf den ganzen Platz mit Steiner prachtvollen Architektur. Her sollte man auch ein bisschen über die Geschischte des Piasistenordens erwähnen. Der Orden wurde in Italián im Jahre 1621 von der Initiative eines spanischen Pristers St. Joseph Kalasanský gegründet. Die Hauptaufgabe des Ordens war, neben der öffentlichen Mildtätigkeit, vor allem die Jugendlichen an allen ihren Studentenheimen immer auch Schulen gegründet. In diesem Zusammenhang überrascht bestimmt nicht , dass Josef Kalasanský der erste war, der im Jahre 1597 in Europa  mit einer kostenlosen Grundausbildung unter armen Koncern Andiny. Im 17, Jahrhundert verbreitete sich der Orden auch ausserhalb von Italien und das erste Land, Wohin die Brüder kamen, war Mähren. Das Kloster in Strážnice wurde zum zweiten Kloster der Piaristen in unserem Land  und auch in Mitteleuropa. Nach dem Antrag des Herrschaftsbesitzers František von Magni kamen im Jahre 1633 die ersten Piaristen nach Strážnice.Herr von Magni wollte sie zum Umdenken der Gläubigen zum katholischen Glauben ausnützen . Nach einem Jahr ihrer Tätigkeit entstand schon das piaristische Gymnasium. Die Mitglieder des Ordens haben zuerst in den Räumen des ehemaligen brüderlichen Areals angefangen zu arbeiten. Erst nach der Hälfte des 18. Jahrhunderts baute nam den Komplex nach der heutigen Gestalt um. Die Gebäude an der rechten Seite in Richtung zur Kirche dienten als Kloster, die Gebäude in der Strassenreihe bildeten lateinisches, später deutsches Gymnasium. Die Gedenktafeln von J. E. Turkyně und T. G. Masaryk zeugen von der grossen, nicht nur regionalen Bedeutung. Gegenüber des Piaristischen Platzes steht die M. Kudeříková Grundschule, ursprünglich Kloster, Waisenhaus und zugleich Schule, die zum nächsten wichtigen kirchlichen Orden in Strážnice gehörte. Die Gemeinschaft barmherziger Schwestern des heiligen Vincenc aus Paula war eine Gemeinschaft für  Frauen und sie wirkte in Strážnice dank ihrem Gönner Antonín Horný, der ihnen sein Haus schenkte. Die Hauptberufung der Gemeinschaft war charitative und erzieherische Tätigkeit. In der Komenského Strasse  kann man noch die Školní Grundschule mit ihrem typischen Turm und Storchennest sehen und daneben steht die Barockkapelle des heiligen Roch.

 8. St. Martinkirche

Die zweitwichtigste kirchliche Sehenswürdigkeit der Stadt ist die St. Martinkirche. Sie wurde ursprünglich als gotische Kirche in der Hälfte des 15. Jahrhunderts von Jiří aus Kravaře fertiggebaut und nach einigen Bränden wurde sie im Barockstil umgebaut. In der Kirche findet man fünf Altäre  – der Hauptaltar ist natürlich dem heiligem Martin gewidmet. In der Kirche befindet sich auch ein Grabstein von Bernard Hann aus Žerotín und ein grosses Gemälde des Christus auf dem Olivenberg vom welt-berühmten Maler Joža Uprka. An der Fassade des Baus kann man einige gotische architektonische Details und ein Wappen der Herren von Kravaře bewundern. Auf der rechten Seite von der Kirche befindet sich das Pfarrgebäude, mit Wappen der Grafen von Magni über der Einganstür. Der Blick auf das links von der Kirche stehende Gebäude erinnert uns an die älteste Schule in Strážnice (heutzutage ist hier eine Musikschule). Diese Schule besuchten zwei ausgebildete Männer – Martin aus Strážnice – Autor des tschechisch-lateinischen Wörterbuches Bohemarius,  und Jan aus Strážnice – olmützer Domherr und Generalvikar des olmützer Bischofes. Ein typisches Wahrzeichen der Stadt ist der Stadtturm, Anfang des 17. Jahrhunderts gebaut, der seine Funktion beim feindlichen Einfall erfüllte. Im inneren Raum ist eine Barockglocke platziert.

 

9.Veselská Tor

Das Veselská Tor diente seit dem 16. Jahrhundert als Befestigung gegen die Türken und wurde auch mit einer Absenkbrücke ausgestattet. Was wir hier heute sehen können, sind nur Bastionen an beiden Zugängen in die Stadt. Die Namen erhielten diese Reste nach den ersten wichtigen Städten in Fahrtrichtung. Die Befestigung erinnet uns noch an den Namen und die Funktion der Stadt – Strážnice- d.h. eine Stadt, die die mährisch-ungarische Grenze bewacht hat.

 

10. Das Stadtmuseum

Das Stadtmuseum in Stážnice ist ein einstöckiges Barockhaus auf der nord-östlichen Seite des Freiheitsplatzes, und stammt aus dem 17. Jahrhundert. Unter dem Dach befindet sich ein Raum, der der Stadtgeschichte gewidmet ist. Im Erdgeschoß finden im ganzen Jahr kurzfristige Ausstellungen statt. Der erste Stock, der mit Stuck dekoriert ist, wirft in den ständigen Ausstellungen einen Blick in die Kultur- und Gesellschaftgeschichte der Stadt. Besondere Aufmerksamkeit ist hier auch der Natur gewidmet. Unter dem Museumsgebäude erstrecken sich breite Kellerräume mit Gewölben. Dieses Gebäude wurde am Anfang der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts rekonstruiert und dient seit 1995 dem heutigen Zweck. Das Stadtmuseum ist der Sitz des Museumsverbandes in Strážnice. Vom Museum aus hat man einen schönen Blick auf den ganzen Freiheitsplatz. Auf der linken Seite des Platzes steht die Statue von T. G. Masaryk. Direkt auf der Treppe, die ins Museum führt, steht die Statue von J. A. Komenský. Beim Haus an der Ecke mit der Panská Straße handelt es sich um ein einstöckiges, aus 17. Jahrhundert stammenden Gebäude, ursprünglich das Haus der Edelfamilie von Žerotín das Rathaus mit dem Stadtwappen (Hausnummer wurde im Jahre 1904 im neurenaissancen Stil gebaut auch auf der rechten Seite des Platzes steht ein modernes Gebäude, das ehemalige Bezirkgericht. Heutzutage befindet sich hier eine Post und eine Mittelschule. Der Freiheitsplatz ist wahrscheinlich schon in der zweiten Hälfte des 15.Jahrhunderts im Zusammenhang mit dem von  Jiří von Kravař realisierten Umbau der Stadt entstanden. Das letzte Familienmitglied, Jiří von Kravař, hat die Stadt im 14. und 15. Jahrhundert besessen. Auf dem Freiheitsplatz werden jedes Jahr verschiedene Kulturveranstaltungen, vor allem ein Trachtenumzug während des Internationalen Folklorefestivals (im Juni) oder bei dem Weinlesefest in Strážnice (im September) veranstaltet.

11. Das Judenviertel mit der Synagoge und mit dem Friedhof

Wenn man die Straße Boženy Krejsové entlang geht, kommt man zu einer Kreuzung, an der man nach links und dann gleich nach rechts abbiegt. Man befindet sich an einem interessantesten Plätzen der Stad – im Judenghetto. Eine selbstständige Judengemeinde existierte hier bis 1919. Von dem ursprünglichen Aufbau blieben noch Straßengrundrisse, Judenschule mit dem Haus des Rabins (Hausnummer 1206), das rituale Bad (Mikve).  Das Fundament Synagoge stammt vom Anfang des 19. Jahrhunderts. Der Judenfriedhof mit Grabsteinen stammt aus dem 17. Jahrhundert. Der Friedhof ist durch seine Stellung ein Unikat, da er die Synagoge von drei Himmelsrichtungen umschließt. Wenn wir mit Spaziergang fortsetzen, gehen wir in die Bzenecká Straße zurück, dann nach rechts bis zu einer gepflasterten Gasse, die in den Schlosspark führt. Unterwegs bemerken Sie ein kleines Denkmal, das hier zur Errinnerung an den im zweiten Weltkrieg gestorbenen Jan Neumann erbaut wurde.